Ich weiß, wann Anna 2018 getan hat – Jahresrückblick

Wenn du schon immer mal wissen wolltest, was Anna 12 Monate lang so gemacht hat, wie sie rückblickend über Dinge denkt und wie es in 2019 weitergeht, dann hol dir am besten ein warmes Getränk und eine Decke, mach es dir gemütlich und bring Zeit mit. Denn wenn alte Leute anfangen zu reden, dann kann das schonmal dauern :D.

Schön, dass du den Weg wieder hierher gefunden hast... Manche kennen mich nur als die Musikerin, andere nur vom Blog, andere von Pen and Paper. Vielleicht ist das eine gute Möglichkeit zu sehen, was ich sonst so mache und ich hoffe, dass ich dich eine Weile in meine kleine Welt mitnehmen kann und du voller AHA Momente zurückkommst :) *holt tief Luft* „Ich weiß es noch genau, als wäre es gestern, …..“

Januar: Songwriting fürs neue Album, Fotoshoot

Ganz zu Beginn des Jahres habe ich das Songwriting fürs neue Album „289“ abgeschlossen. Die Hörer treffen darin auf Charaktere, die Teil einer dystopischen Welt sind und ihre Geschichte erzählen.

Ich bin ziemlich hyped deswegen, da ich 12 Songs in 1 Monat geschrieben habe und alle eine Seele in sich tragen, textlich zum Konzept passen und ich die Melodien sehr mag. Es sind nochmal ganz andere Lieder wie in meinem Vorgänger Album und ich bin froh, dass es sich abhebt und sozusagen eine neue Ära ist. Alle meine Werke sind „Babys“ und ich mag keines „mehr“ aber ich froh, mich nicht immer zu wiederholen sondern zu wachsen als Künstlerin.

Nun ist es ja so, dass ich als Indie Musikerin kein Label oder Management hinter mir habe, deswegen läuft das natürlich nicht so schnell wie man das vllt aus Castings Shows kennt, bei denen die Künstler die CD gestellt bekommen (inklusive Studio, Band, Produzent, Vertrieb, Marketing usw). Da fährst du ins Studio, dort ist alles vorbereitet, du singst, du gehst wieder, mit den anderen Sachen hast du nichts am Hut. Und nach 1 Woche ist dein Album da. Dieses Prinzip funktioniert ebenfalls dann, wenn man viel Geld hat.

Ich hingegen mache alles selbst, das #indie ist bei mir ja nie Trendhashtag, sondern Lebensrealität – Independent -, das betone ich immer wieder.

Das ist natürlich herausfordernd und verlangsamt alles, da ich mich dadurch nicht zu 100% aufs Songs schreiben konzentrieren kann, sondern dann erstmal durch die ganzen Prozesse gehen muss, für die es extra Jobs gibt und die man jahrelang studieren kann (alleine die Tontechnik). Auch müssen deswegen alle, die an meiner Musik interessiert sind, immer Geduld mitbringen. Gerade in Zeiten des Musikangebotes an jeder Ecke ist es dann umso schöner, wenn genau diese Menschen dann trotzdem dabei bleiben und sich bei release dann umso mehr freuen.

Trotz der Zeit, die es länger dauert, bin ich froh, die Kontrolle über mein Schaffen zu haben und diese nicht für ein schnelle Produktion abzugeben. Nur weil jemand ein Heimstudio hat (das haben überraschend viele) und dir ein Angebot macht, heißt das nicht, dass diese Person deine Musik produzieren kann.

Denn es ist so ein ganz eigenes Universum, das wir Musiker erschaffen.

Stösst jemand von außerhalb einen Planeten aus der Umlaufbahn der Songs der Künstler, verursacht das Chaos. In den meisten Fällen versteht man durch Planetenanschubsen nicht die Essenz des Universums – man muss sich schon eine Rakete bauen und durchfliegen, es studieren und dann fragen:„Wie würde es klingen, wenn wir auf Planet X noch eine Harmonie dazufügen? Findest du, das würde in dein Universum passen?“ Ganz viele Produzenten und Co sind sich dessen nicht bewusst.

Ja und mit uns Songwritern ist es auch nicht gerade einfach :D Aber gerade das macht uns zu dem, was wir sind, denn wir haben nicht nur eine Vision, sondern auch ein Universum erschaffen, welches es vorher nicht gab.

Im Januar gab es dann auch ein Fotoshooting – Anna liegt auf einem wunderschönen Teppich und um sie rum wuseln die wundervollen S und C mit der Kamera und schauen, dass Anna’s Haare richtig liegen und dass das richtige Lied im Radio kommt, damit der Rockstar sich auch nach Rockstar fühlt.

Was sehr easy und locker aussieht (liegen!) ist oft dann doch ziemlich anstrengend, wenn man nicht einfach nur wie flachgedrückte Knete da liegen will. Durch solche kleinen Shoots merke ich immer, wie viel Spaß es macht, aber auch was Models und auch Fotografinnen leisten müssen.

Februar: Einstudieren der neuen Songs für live Auftritte mit Loop Station

Durch das Benutzen der Loop Station habe ich mich gefühlt wie eine Dirigentin, Band und Filmemacherin zugleich.

Alles muss sekundengenau geplant werden, das ist ganz anders wie bei einem normalen live Auftritt, bei dem du je nach Stimmung und Feeling auch mal 4 Takte mehr spielst oder andere experimentelle Dinge machst. Mit einer Loop Station (und so wie ich sie nutze) ist das komplett anders. Ein falscher Tritt und Oooh du lieber Augustin, alles ist hin! Dass das Druck schafft, ist klar, deshalb habe ich im Februar bis zum Umfallen geübt. Ich hatte auch lange keine Gigs mehr und wusste nicht, wie alles wird.

Über die Technik alleine könnte ich Bücher schreiben und es ärgert mich gerade deswegen immer wieder, wie Gitarristinnen belächelt werden. Ich hoffe, dass ich Frauen und Mädchen Mut machen kann, denn noch heute fehlt es an Repräsentation in den Medien. Durch meine Posts hoffe ich auch, diese Lücke ein bisschen zu füllen und die „Angst“ vor solchen Aufbauten zu nehmen:

März: Auftritte

Ein absoluter Traum.

Deine eigenen Melodien finden Hörer – fremde Leute die begeistert klatschen – es ist ein süchtig machendes Gefühl und wo andere am liebsten wegrennen wollen (nämlich weg von der Bühne) da fühle ich mich zu Hause. Sicher habe ich davor gezittert wie sonst was :D, aber es gibt dann diesen Moment, wenn du einfach auf die Bühne gehst und es ist DEIN Moment, nur noch die Musik zählt und deine Stimme, wie sie sich ihren Weg bahnt, mal laut, mal leise, die Gitarre, der Beat, alles verschwimmt und wird erst jetzt zu einem Ganzen.

Was mich besonders gefreut hat, war dass ich zum ersten Mal ein Bühnen Outfit hatte, was extra für mich erschaffen wurde. Danke M! Hier könnt ihr die Stadien des Schaffens sehen:

April: Musikvideo aufnehmen & schneiden

Was macht man, wenn man 0 Budget hat und nicht in Hollywood lebt? Richtig, man funktioniert das Zimmer daheim in eine Musikproduktion um.

Wäre sicher nicht gegangen, wenn ich nicht 1 Jahr vorher verdammt viel aussortiert hätte. So war sozusagen freie Fläche für meine kreativen Projekte.

Aber ganz alleine geht es nicht. Zu jedem Indie Künstler gehören Leute im Hintergrund, Freunde, die dir mit ihren Ideen helfen, die plötzlich zur Kamerafrau werden, die stundenlang da sind und das umsonst. Einfach weil sie dich supporten wollen. Sarah, Liebe an dich.

Ein weiterer Pluspunkt: Du kannst mit Leuten arbeiten, die dich ernst nehmen. Denn in der Branche ist das wie bereits erwähnt gar nicht so einfach:

Kurz vor dem Veröffentlichen kommt dann immer der Moment wenn die geballte Ladung Selbstzweifel dich am Schlawittchen packt und sagt „Tu es nicht. Warte. Mach es nochmal. Mach es besser. Mach es gar nicht!“ und auch hier ist es wie auf der Bühne. Entweder davonlaufen und im stillen Kämmerchen weiterhin Musik machen oder eben der Welt dein Werk zeigen. Ich hab es einfach gemacht und am Ende war ich froh. Denn: Selbstzweifel, Vergleiche mit den ganz Großen und Angst verhindern allzu oft, dass die meisten kreativen Menschen unter uns ihre wundervollen Projekte verschlossen halten. Das ist sehr schade und deshalb hoffe ich auch hier, Mut zu machen, ganz nach dem Motto „Life begins where fear ends“.

Mai: Musikvideo Nr.2

Letztes Jahr hatte ich schon ein Musikvideo gedreht, aber mal wieder gedacht, es ist nicht gut genug.

Als ich es dann nochmal angeschaut habe, dachte ich „Omg bist du blöd Anna, das ist doch mega cool!“ Also ging es ans Schneiden….

Nun hat wenigstens 1 Lied vom alten Album ein Video bekommen :D Und ich mag es sehr.

Juni: Pen and Paper Start

Im Juni habe ich begonnen, Pen and Paper zu spielen. Alles fing damals ja in dieser Nacht an, als ich beschlossen hatte, am nächsten Morgen unbedingt ein cooles Spiel mit meinen Freunden zu spielen, bei denen man Entscheidungen trifft usw. Eine große, neue, spannende Welt tat sich also auf.

Über Tage studierte und lernte ich Pen and Paper von Grund auf (klingt das jetzt nach Dr. Strange, der eine Kunst erlernt?) und geholfen haben mir dabei vor allem die Beispiele der Flutwelt von Nils und seiner Kerkerkram Truppe mit Phunk, Shakes und Frodo. Ich wusste noch nicht viel über das Hobby, aber eins wusste ich sofort: Nils ist ein Ausnahmetalent und ein Ausnahme-GM (und auch Designer). Alleine seine Art zu leiten ist für mich ein großes Vorbild. Stundenlang schaute ich den alten Streams der Flutwelt zu und hab mir etliche Dinge notiert und gelernt – nur so geht es ja, wenn man wirklich gar nichts weiß und das Wissen aufholen will, was andere sich über Jahre angeeignet haben.

Juli: Pen and Paper Artikel, Kennenlernen der Szene

Im Juli kam ich auf die (wahnsinnige) Idee, meine Erfahrungen als PnP Neuling auf meinem Blog zu teilen. Irgendwann werde ich sicher darüber berichten, was für schlimme Tage und sogar Wochen auf diesen Artikel folgten, die sich kein Mensch vorstellen kann, der so etwas nicht erlebt hat. Heute soll nicht der Tag dafür sein.

Stattdessen möchte ich mich lieber auf das Gute konzentrieren und auf die Menschen, die mir zu dieser Zeit einen Patronus geschickt haben – noch heute denke ich an euch. Ebenfalls an all die lieben Menschen, die hier kommentiert haben oder mir seitdem z.B. auf Twitter folgen und meine Inhalte als Bereicherung ansehen.

Im Nachhinein habe ich oft gehört, dass ich vielen Menschen eine Möglichkeit gegeben habe, die sich vorher nicht getraut hatten, über ihre Erfahrungen zu berichten und ihren Stimmen somit Raum gegeben habe. Das ist der Grund, warum ich meinen Artikel und natürlich die darauffolgenden nicht bereue.

Auch habe ich dadurch viele Menschen in der Szene kennengelernt, Spiele, Game Designer/innen, Methoden, Prinzipien, Unterschiede – und immer noch ist es nichts im Vergleich dazu, was es noch alles gibt!

Es ist spannend, immer mehr Leute kennen zu lernen und wie sie spielen, welche Mechaniken sie bevorzugen und ganz generell, was sie außerhalb von PnP machen. Genauso wie ich das Neuland PnP betreten habe und staune, so wird der eine oder andere wohl plötzlich über meine Präsenz staunen. „Wo kommt sie plötzlich her? Was macht sie? Wer ist das?“ In manchen Fällen wurde diese Neugier zu echtem Interesse, das bis heute noch anhält, was mich sehr bestärkt und wofür ich dankbar bin.

August: Großes Foto Shooting, Umzug Nr.1, erste Audio Aufnahmen für PnP

Im August wollte ich mal wieder ein bisschen was fürs Album tun und gleichzeitig war ich total inspiriert von der Pen and Paper Szene. Wahrscheinlich hat das dazu geführt, dass ich dann am Ende solche Fotos hatte:

Was man bei sowas nie sieht:

Freunde hinter den Kulissen die mit dir durch den dunkel werdenden Wald laufen, Mückenstiche ertragen inklusive dein „Ich muss mich umziehen, stellt euch vor mich und sagt mir wenn jemand kommt!“ :D Die dir den Spiegel halten, weil: Überraschung, im Wald gibt es gar keine Abstellfläche in Kopfhöhe, na sowas! Die so das beste rausholen, obwohl sie an diesem Sommertag sicher wo anders sein könnten. C&S, Liebe an euch.

Das Fotoshootings ging dann in der Stadt weiter. Auch das kostet viel Überwindung, denn ich bin nicht Kate Moss oder Gigi Hadid und ihr könnt euch vorstellen, dass man an der Bahnstation extrem viele Zuschauer hat. Trotzdem finde ich es schön, mich auf Bildern auszuprobieren und auch auf diese Weise mich auszudrücken, denn das alles, gehört zur Kunst dazu:

Zum Schluss legte ich mich kurzerhand in eine Wiese am Schlossplatz. So kitschig wie das klingt, so cool ist dann doch das Foto. Ich dachte irgendwie an Schneewittchen aber in 2018 und auch ein bisschen selbstbestimmter. Zum Glück hatte ich eine so tolle Fotografin dabei:

Der Sommer markiert auch das Ende…… Obwohl draußen die Sonne knallte, war das sozusagen trotzdem Winter. Es folgte der Umzug aufs Land, viele viele Stunden vom Zentrum enfernt. Ein schönes hatte es – es entstanden viele richtig schöne Naturbilder:


September: Videoproduktionen für LPs, PnP, Online Sessions

Irgendwann im September, gestärkt durch die Artikel und die Community, fing ich an, meine Pen and Paper Texte zu vertonen. Für die meisten wohl das erste mal, meine Sprechstimme zu hören. Ich träumte auch von Videos bei YT, traute mich aber nicht nach all dem, was passiert war (und bin ja generell auch sehr skeptisch was YT angeht.)

Um wenigstens produktiv zu sein, fing ich also ganz vorsichtig an, zu vertonen, einen Podcast oder so etwas in der Art hatte mich schon lange interessiert. Im Nachhinein hat es mir sehr viel geholfen, auch wenn ich das im Moment nicht mehr mache. Als allererstes Selbstvertrauen und Zuspruch, weiterzumachen. Gerade in schwierigen Phasen des Lebens ist das so viel wert.

Und dann… stellte ich mich dann doch vor die Kamera, inzwischen hatte ich auch durch die zahlreichen LPs, die wirklich in Hochproduktion liefen, Selbstvertrauen gewonnen und mein kreativer Output war nicht mehr zu bremsen. In dieser Zeit bin ich mir auch bewusst geworden, was es auch positives heißt, nun Anna in der Szene zu sein, Dinge zu vermitteln, anzusprechen, Lösungen anzubieten, weiterhin kritisch bleiben. Denn ob man es glaubt oder nicht – ich bekam Post von lieben Menschen, die sich mit meinen Inhalten auseinandersetzen und wertschätzen, was ich so mache.

In dieser Zeit hatte ich meine ersten Online Sessions. Dass es gepasst hat wie „die Faust aufs Auge“ konnte wohl keiner von uns wissen. Gerrit’s Beiträge hatte ich immer wieder gelesen und natürlich war ich auch sehr froh über seinen support. Trotzdem wusste ich nicht, ob das bei einer Session gut werden würde – würde ICH vielleicht einen Charakter falsch spielen? (Damals dachte ich, es gibt ein falsch). Würde er es langweilig finden? Schließlich war mir bekannt, dass er schon zig Games geleitet hatte und sich auch darüber hinaus extrem gut auskannte.

Was soll ich sagen – and the rest is history??

Die Szene muss glaube ich dankbar (oder traurig) sein, dass wir nicht näher beieinander wohnen und durch die Zeitzonen von D und Amerika die Sessions nicht jederzeit gestartet werden konnten. Denn nur Gimli, Gloins Sohn alleine weiß, was wir bis dato noch alles an Content rausgehauen hätten. Auf Gerrit zu treffen war ein Glücksfall und das schreibe ich jetzt nur, weil er mich dafür bezahl hat.

Dann gab es noch weitere viele Highlights, wie z.B. den Ritterschlag (meines Tutorials) von Adam Koebel, Spieldesigner aus USA. Oder generell das Kennenlernen der englischen Szene.

Hätte mir jemand im Januar gesagt, dass ich Ende des Jahres mit coolen Leuten aus aller Welt auf rpg spielen oder überhaupt über Nacht zur Spielleitung werde und meine eigenen sessions leite, Tutorials zu Systemen rausbringe – …. ihr kennt den Rest des Satzes.

Oktober: Kurzfilm

June 2853 – mein erster Kurzfilm.

Zu diesem Zeitpunkt war ich auf dem Höhepunkt von „I don’t care“ angelangt und ich kann euch nun sagen, dass es genau das ist, was wohl den Erfolg ausmacht. Man ist nicht Jennifer Lawrence? Ist okay, mach einfach dein bestes. Man ist nicht Peter Jackson? Ist okay, mach einfach dein bestes und wem das nicht reicht, dem wirst du auch als Lawrence und Jackson nicht genügen. Und genau deshalb habe ich mich einfach hingestellt und einen Kurzfilm gemacht: Weil ich es wollte und mir von keinem das Gegenteil eingeredet habe lassen – auch nicht von mir selbst.

Was auch noch passiert ist: Ich habe angefangen, Artikel im Gaming Bereich zu verfassen, da mir auch hier viele Sachen aufgefallen sind und es wichtig ist, diese Dinge auszusprechen.

November: Agnes

Es ist auch für mich krass zu sehen, wie ich mich, gerade in den miesen Zeiten, von „Ich traue mir nichts mehr zu“ zu „Ich stell mich vor die Kamera“ und „Ich stelle mich vor die Kamera und bin kurz mal Cosplayerin, Schauspielerin, Drehbuchautorin und Produzentin zugleich“ entwickelt habe:

Trotzdem kommen mit größeren Ambitionen auch größere Herausforderungen. Plötzlich geht es nicht mehr darum, schnell was „cooles“ zu machen, es soll schon auch tieferen Sinn haben, alles soll stimmen. Einerseits bringt dich das weiter, andererseits bist du dann wieder eine One-Woman-Band die jeden Job erfüllen soll. Man nehme mal alleine die Kombi Produzentin und Schauspielerin – alleine das ist ja oft sehr kritisch gesehen, denn kann man beides wirklich richtig? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass ich ja nicht Hollywood bin und einfach Amateur von daher müsste es mir egal sein :D. Nun bin ich aber eben auch eine Künstlerin durch und durch und kann zumindest den Anspruch, das Beste zu geben und zu liefern, nicht einfach abschütteln. Auch deshalb dauert das noch.

Genau zu dieser Zeit kam in mir eine große Sehnsucht wieder auf, MEINE MUSIK. Seit vielen Monaten hatte ich sie komplett vernachlässigt. Durch die Testaufnahmen für den Film sah ich plötzlich wieder Anna, die Musikerin. Anna, die eine Geschichte zeigen möchte, durch MelodienR. Das ist dann natürlich schon anders wie sagen wir mal ein YT Tutorial vor einer weißen Wand, auch wenn ich da alles immer versucht habe, es genauso anders und ANNA-like zu gestalten. Aber es wird nie die ganze Seele sein, die Melodien, die Kunst eines Songs oder eines kreativen Musikvideos:

Als ich die Bilder sah und in dieser Kulisse einen Song spielte, wusste ich: mein ICH hat etwas verloren gegangenes wiedergefunden. Und dann wollte es sich entfalten. Und seitdem wartet es darauf, das zu tun, denn ich bin ein chronologischer Mensch. Heißt: Zuerst muss ich 289 abschließen (siehe Januar oben). In mir drin schlummern aber schon wieder die neuen Melodien und es ist nicht einfach, sich als Künstler das zu verbieten. Es besteht auch das Risiko, dass es zu lange dauert und dann ist alles weg, dein ganzer Impuls und dieses Fieber, wie ich es nenne.

Dezember: PAUSE // Umzug Nr.2 & Ankommen

Nov & Dez waren geprägt von einer großen Pause. Das hat viele Gründe. Vor allem war ich, statt auf den üblichen social media channels oder eben vor der Kamera um content aufzunehmen, jede freie Sekunde auf Wohnungssuche und das macht einen ziemlich angespannt. Ich wollte nicht, dass das meine Arbeit für euch beeinflusst, zu der ich ja sowieso nicht gekommen bin.

Im Dezember war also nicht nur für mich Geduld gefragt, sondern auch für alle, die mir folgen, darauf warten, dass ich neuen Content bringe, die gerne mal wieder ein PnP Video sehen würden, einen Artikel, meine Musik usw. Ich sehe und lese euch und freue mich natürlich sehr, dass ihr meine Arbeit so schätzt und treu dabei bleibt, obwohl die „Ausbeute“ gerade so mager ist. Ich glaube aber, ihr habt meine ganze Motivation verdient und nicht eine Anna, die nur halb bei der Sache ist, weil sie in Gedanken bei der Wohnungssuche war.

Eine Pause hier und anderswo habe ich also nicht gemacht, weil mir nichts mehr einfällt, keine Sorge (im Gegenteil) oder weil es mir zu viel wurde (auch im Gegenteil, ich liebe schreiben, produzieren und veröffentlichen). Es gibt natürlich noch andere Gründe warum ich mich z.B. aus der PnP Szene momentan zurückgezogen habe, vielleicht werde ich irgendwann darüber berichten, aber bis dahin mache ich noch eine Weile Nachtwache an der Eismauer, denn darum muss man sich ja auch kümmern. Heute ist nicht der Tag, um auf diese Gründe einzugehen, denn heute möchte ich an die schönen Dinge denken, die 2018 passiert sind. Und was ich noch vorhabe.

Vielleicht weiß ich auch innerlich, dass ich erstmal meine 2 großen Projekte also Musikalbum und Film abschließen will, bevor ich neue Sachen angehe. Denn ich kenne mich. Einmal mit Gerrit ne Session und BOOM, Content für 2 Monate :D

Sicher musste ich auch erstmal hier „ankommen“ nach dem Umzug. Aber alleine das Schloss wiederzusehen….the feels sag ich euch, the feels!

Nach Umzug 1 ist viel liegen geblieben, was jetzt vor Freizeit Priorität hat. Ich hoffe, dass ihr das verstehen könnt und ich weiß es auch, da mir trotz Pause immer noch viele Menschen folgen und mit mir kommunizieren. Einen lieben Gruß an euch alle, euch alle mit Namen aufzuzählen würde den Post hier sprengen!

Einer muss aber genannt werden: Dean. Von dir habe ich so viel gelernt und lerne ständig dazu. Ich hoffe, irgendwann zeigen sie die gif-Kunst im Smithsonian und die Leute werden anfangen zu sehen, was für ein Meisterwerk in diesen Symbiosen liegt, die wir erschaffen. Ich hoffe, irgendwann wirst du als Investigator anerkannt werden und ich hoffe, irgendwann wirst auch du erkennen, dass du einzigartig bist. Und ja, dass es da wohl doch noch so einige Fälle gibt :’D.

Was sicher nicht in irgendeinen Monat passt, ist das persönliche Vorankommen, das Weiterbilden, die eye-opening-moments der wokeness, 2018 ist auch hier viel passiert. Trotzdem gibt es noch so viel, was ich lernen muss und möchte und ich bin gespannt, wie ich mich 2019 entwickeln werde. Auch im Bereich Fotografie habe ich viele neue Sachen ausprobiert und freue mich, mir selbst Kreativität zu erlauben und sie anzustreben.

Ich danke allen, die 2018 für mich da waren, ob im privaten oder online. Ich danke den Patronus Leuten, ihr wisst, wer ihr seid. Ich danke allen Menschen, die meine Texte lesen, meine Videos schauen, die mir das Beste wünschen. Jemanden das Beste zu wünschen, ist eine große verloren gegangene Fähigkeit und wenn ich auf Leute stoße, die sich dann doch ehrlich für mich freuen, das ist einfach ein wundervolles Gefühl.

Ich danke alle, die mich auf Instagram supporten, es gibt Leute, die machen das seit 5 (!) Jahren. Nur wegen euch habe ich überhaupt den Mut, Musik, Fotos und Video zu veröffentlichen. Und auch wenn ihr in diesem Text nicht viel Platz einnehmt, so habt ihr doch einen riesigen in meinem Herzen.

Danke an alle, die diesen Blog lesen!

Danke 2018 auch an Lincoln. Für seine Existenz. Und sein Verständnis, wenn dann mal ein paar andere CRs Hallo sagen. Das Innenfutter wird immer das Innenfutter bleiben (wenn ihr das nicht versteht, seid froh). Generell Danke an alle, die sehen, dass ich gar nicht so die todernste, unnahbare Künstlerin/“Autorin“ bin, sondern ganz viel über mich selbst und meine crazyness lache :D

Ich bin in 2018 auch dankbar für all die schönen Begegnungen, all die wundervollen Leute die selbst Texte schreiben und interessanten und aufklärenden Content liefern und dafür sorgen, dass diese große, doch inzwischen so kaputte Welt irgendwie, ja irgendwie ein Stückchen besser wird.

Danke an alle, die mich als Künstlerin, egal in welchem Bereich, ernst nehmen. Danke an alle, die meine Musik hören und zu meinen Konzerten kommen, meine Musikvideos ansehen und sich sogar meine lyrics durchlesen und ihre eigenen Interpretationen dafür finden, sich davon im Alltag begleiten lassen, es zu fühlen.

Danke an alle, die an mich glauben.

Auch in 2019.

Eure Anna,

die euch allen nur das Beste fürs Neue Jahr 2019 wünscht <3


Fotos: © Alle Bilder gehören mir….miiiiiiiirrrrrr alleine……mein Schattttzzzz. Also seid keine garstigen Hobbits.

Supporten könnt ihr mich am besten, wenn ihr mir den einen Ring wiedergebt, habe ihn verloren….halt Moment Nein, geht stattdessen auf den Social Media Channel eurer Wahl und folgt mir in die Unendlichkeit (und noch viel weiter). Nein, tut das nicht,…. DOCH TUT ES JA, MEIN SCHATZZZZ Nein, jetzt ernsthaft ich bin kein guter Einfluss, DOCH MEIN SCHATZ FOLGT MIR HERR FRODO! Also gut: Schreibt mir doch kurz (oder lang), wie euch mein Rückblick gefallen hat, damit das ganze hier nicht nur passiv bleibt sondern ein Austausch wird :) Ich freue mich wirklich immer über Kommentare GOLLUM GOLLUM!

Ein Gedanke zu „Ich weiß, wann Anna 2018 getan hat – Jahresrückblick

  1. Hallo liebe Anna, ich habe mich sehr über deinen neuen Post gefreut =)! Viele Sachen wusste ich tatsächlich noch nicht ^.^, da ich dir erst seit deinem Gaming Artikel folge. Erstaunlich, was du sonst noch alles machst und wie unglaublich kreativ du bist, ich wünschte ich wäre wie du!! In meinem Hobby gibt es viele die ich besser finde und ich traue mich nie, zu zeigen, was ich geschrieben habe, nach deinem Artikel fühle ich mich gepusht und hoffe, dass ich mir mehr zutraue im neuen Jahr. Ich wünsche dir, dass du deine Ziele erreichst und bin ebenfalls gespannt, was ich noch von dir hören und lesen werde, VG Saskia

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