20 Tipps für die perfekte Packliste -Thailand (oder sonstwo)

Für 1 Monat waren wir in Thailand unterwegs und da ich mich sehr viel mit reduziertem Gepäck und generell Ordnung beschäftige, möchte ich nun 20 praktische Tipps teilen, die ich im Nachhinein als Fazit genommen habe.

  1. ZIP Beutel

Nie wieder ohne! Alles außer Kleidung war in Kategorien 20170730_202542in Zip Beuteln abgepackt und somit immer (!) schnell und einfach zu finden. Ich kann mich erinnern, dass ich bei meiner 1. Reise sehr oft Dinge gesucht habe, das war jetzt nicht der Fall. Zweiter Bonuspunkt ist, dass die Beutel auch perfekt für den Flug sind. Da man Flüssigkeiten sowieso in solch einen Beutel packen muss, hat man das damit auch schon gelöst. Auch super praktisch generell fürs Handgepäck, kein ewiges Suchen mehr im Flugzeug! Die Beutel würde ich auch jedem mit Koffer empfehlen. Früher habe ich diverse Kosmetiktaschen benutzt (stabil), aber für solche Sachen wie Stift, Fotoladegerät, Wäscheklammern, Labello, kleines Deo etc. sind durchsichtige Tüten Gold wert!

2. Rucksack – von vornherein kleiner

Ich habe meinen Rucksack geliehen und war natürlich super froh um die Möglichkeit. Schließlich kosten die Dinger einen Haufen Geld und ich bin nicht ständig unterwegs. Vom Gefühl her wollte ich einen kleinen Rucksack mitnehmen (so wie man sie bei den ganzen Minimalisten auf Youtube sieht, zu denen ich mich übrigens nicht zähle aber mich inspirieren lasse) aber dann siegte doch die Unsicherheit. Das nächste Mal aber werde ich mir von vornherein keinen großen Rucksack parat stellen, denn am Ende war er bis oben hin voll! Trotz ultra platzsparender Faltmethode. Es ist tatsächlich ein bisschen das Prinzip wie beim Kleiderschrank – je größer, desto mehr ist man verleitet ihn vollzustopfen.

Mein Rucksack hatte 65 + 10 Liter mit 13,6 Kilo für 4 Wochen. Das ist weniger als früher, aber immer noch zu viel.

3. Das-Eine-Packung-Prinzip
In meiner ersten Asienreise schleppte ich mich mit Packungen voller Duschgels und Shampoo halb zu Tode. Dieses Mal war das schon etwas besser, ich hatte von vielen Dingen nur 1 Packung dabei oder eben 2 halbleere. Trotzdem war ich mir bei vielen Sachen unsicher…

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Fast alles hätte man in Thailand (günstiger) kaufen können

Fakt ist: Man kann hier alles günstig nachkaufen, außer Sonnencreme. Und ich meine wirklich ALLES. Und selbst die Sonnencreme, dann kauft man sie halt, statt 4 Wochen lang 3 Packungen mit sich rumzuschleppen (Beispiel:Wir). Selbst für Leute, die Naturkosmetik benutzen, solche Shops habe ich auch des öfteren gesehen, ähnlich wie bei uns einfach. Auf meiner nächsten Reise würde ich nur noch z.B. eine Minipackung Shampoo mitnehmen und die benutzen, wenn es vom Hostel und Co keine (gute) Alternative gibt.

Hier ein Hinweis, den ich auch erst im Nachhinein gelesen habe: Wenn man in Thailand Sonnencreme kauft (auch von bekannten Marken), kann Whitener drin sein! Also Vorsicht.

4. Schöne Dinge trägt man lieber

Deswegen bei der Auswahl der Klamotten nicht nur auf den praktischen Wert schauen. Ein Oberteil kann ja auch praktisch und schön sein. Bei Unsicherheit oder Gedanken wie „zum Schlafen okay“ – das Teil daheim lassen. Alles sollte quasi für alles gut sein, außer jetzt so Sachen wie Strand (1 Shirt wird immer voller Sonnencreme sein…) und vielleicht das Spitzenoberteil für den besonderen Abend, was man nicht unbedingt auf der Dschungelsafari anziehen würde.

Gerade auf den Inseln wird es abends zwar niemals wirklich kühl aber so erträglich, dass man auch statt einem Top ein Shirt anziehen kann. Hier habe ich mir manchmal gewünscht, auch etwas stylisches dabei zu haben und nicht immer wie ein Touri auszusehen.

Statt also 5 Basic Shirts – lieber 4 Basic Shirts und 1 blusenähnliches Top.

Klar ist im Urlaub alles entspannter, aber eine Alternative zwischen Strandtop und „Schickes-Essen-Top“ würde ich für nächstes Mal sicher mitnehmen.

Wenn man wie ich nach KonMari aussortiert hat („Macht mir das noch Freude?“) hat man ja theoretisch nur noch schöne Dinge. Aber gerade bei Neuanschaffungen, extra für die Reise, ist es das alles schwer abzuschätzen. Da hilft dann nur noch nach dem Urlaub sein Fazit ziehen: Ziehe ich es hier weiterhin an oder nicht?

5. Kopfhörer mit Rauschunterdrückung

Eine teure Investition (300 Euro?) – jedoch nur zu empfehlen. Ich selbst hatte keine, jedoch er und ich durfte sie mir borgen. Hinter uns war beim Hinflug ein schreiendes Baby. Stundenlang. Dazu kommt das laute Brummen des Flugzeuges, mir war irgendwann auch total übel und durch die Kopfhörer habe ich mich nur auf den Film konzentrieren können (Man denkt, man schaut daheim). Der Unterschied ist immens und jeden Euro wert.

6. Keine ganze Handtuchkollektion

Ich hatte insgesamt 3 Handtücher dabei.

  • Ein großes, leichtes Reisehandtuch
  • 2 kleinere (für Haare).

Im Nachhinein hätte das Reisehandtuch gereicht (vielleicht sogar nichtmal die Strandtuchgröße) und 1 kleines. Mein Plan war, die Kleinen nach und nach wegzugeben, was ich aber irgendwie nicht geschafft habe, weil ich sie doch oft gebraucht habe. Erst am allerletzten Tag habe ich sie zurückgelassen. Für das Reisehandtuch gibt es ein klares Ja. Man kann sich damit nicht so abtrocknen wie daheim (Stichwort: Wellness) aber das interessiert dich am Strand nicht. Da wirst du sowieso gleich trocken oder willst lieber so wie du bist den steilen Hügel hochlaufen….Von der Unterkunft aus gibt es ja immer noch Handtücher dazu und im Notfall kann man sich überall noch eines kaufen.

Pro Tip: Statt 1 Handtuch – 1 Halstuch mitnehmen. Hätte mir 1 Woche Grippe erspart. Denn wenn du einschläfst und die Klimaanlage noch anhast (passiert sehr oft), dann kann es sein, dass du im Schlaf halb erfrierst. Und dann wachst du auf und tada – krank.

5. Schlafmaske  – kann man machen

Ich dachte es selbst nicht, aber ich war froh, dass ich eine hatte. Ich habe damit viel besser schlafen können bei langen Flügen (tagsüber). Es gab sogar von unserer Airline so ein Paket (Maske, Ohrstöpsel, Zahnbürste/pasta), man könnte sich da vielleicht vorher informieren, dann muss man das gar nicht extra kaufen. Ansonsten gibt es das wie bei uns bei der Apotheke gratis (wenn man viel Reisemedizin einkauft ;) ). Bei Nachtflügen habe ich sie natürlich nicht gebraucht, das Licht wird da meist abgedunkelt. Jedoch kann es sein, dass die Hälfte der Leute um dich herum Filme schaut und wen das stört, dem würde ich sowieso so eine Maske empfehlen.

6.  Tasche mit kurzen Henkeln daheim lassen

Vielleicht ist das ein sehr individueller Tipp aber ich dachte, dass mein Stoffbeutel ganz praktisch sei, einerseits fürs Handgepäck, andererseits, weil man dann hinten am Rücken nicht so schwitzt. Und natürlich, weil ich sonst keinen hatte außer einen modischen, plastikartigen Rucksack. Und das kam für die Temperaturen natürlich nicht in Frage, allein schon wegen den Riemen, die dann auf deiner Haut reiben. Also der Stoffbeutel.

Hat mich aber eher genervt. Beim Roller fahren unpraktisch und gefährlich, beim Laufen zu einseitige Belastung. Einmal habe ich von ihm einen Mini Deuter Rucksack genommen (war beim Backpack dabei), war wasserabweisend und leicht, sowas würde ich viel eher mitnehmen. Auch wenn es nach Super Touri aussieht. Pluspunkt: Solche Sachen kann man dann auch mal waschen zwischendurch. Ganz praktisch, bei dem ganzen Meergeruch.

7. Technik: Was ist mir wichtig?

Die Frage ist essentiell und sollte nicht wie bei mir 1 Tag vorher gestellt werden. Ich entschied mich gegen meine schwere, teure Spiegelreflex. Auf der Reise hatte ich mein Handy dabei und einen alten Foto. Oft dachte ich „Ach hätte ich nur die Hälfte der Kleidung mit und dafür die Kamera!“Im Nachhinein jedoch die richtige Entscheidung, das Teil wäre viel zu schwer gewesen, ständigen Temperaturschwankungen ausgesetzt und eben auch gute Beute. Was ich aber hätte machen sollen: mir eine kleine, gute Kamera leihen, da ich sehr gerne Fotos sowie Videos mache. Für Instagram und Wapp sind meine Bilder nun recht nett anzusehen, in größer jedoch nicht so toll. Und das im Jahr 2017. Sehr ärgerlich im Nachhinein!

An manchen Tagen habe ich gar kein Medium mitgenommen, da ich zu sehr Angst hatte, dass mir etwas geklaut wird. Zwar habe ich keinerlei negativen Dinge dort erlebt, aber mir wurden schon oft Sachen geklaut und deswegen bin ich lieber vorsichtig. Der alte Foto war für solche Ausflüge auch nicht schlecht.

Sicher habe ich mir überlegt, ein Waterproof Case für mein Handy zu holen, die Sache ist mir aber noch nicht zu ausgereift. Viele Leute berichten bei Bewertungen, dass doch Wasser durch ging und das Handy nie wieder an. Dann lieber im Zimmer lassen.

Was mich gestört hat, aber dem ist wahrscheinlich nie Abhilfe zu schaffen, ist generell mein Handy und das ständige Aufpassen darauf. Das ging bei Märkten und Co, vor allem in Bangkok soweit, dass ich es ständig in der Hand hielt (bei meine Tasche war der Reisverschluss kaputt und hätte man auch einfach so aufmachen können). Wenn man viele Bilder macht, muss man das Handy auch ständig rausholen und eine Hosentasche hat man auch nicht immer. … Wer dafür eine Lösung hat – immer her damit :)

Was ich definitiv bereue, ist keine Unterwasserkamera dabei gehabt zu haben. Würde ich sicher das nächste Mal mitnehmen (keine high end).

Pro Tip von ihm: 3-Fach Stecker! Was macht man, wenn man krank in einem fremden Land ist? Thailändisches TV schauen!  Manchmal steht der Fernseher merkwürdigerweise total schräg zum Bett, also so, dass du dir einen halben Genickbruch holst. Deshalb kann so ein Stecker sehr hilfreich sein (auch für Stehlampen etc.)

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8. Große Tesarolle

Bei unseren Unterkünften stießen wir oft auf undichte Türen (Moskitos und anderes schlimmeres hatten leichten Zugang). Im 7 Eleven in Thailand gibt es ja fast alles. (Was es nicht gibt, gibt es im nächsten großen Supermarkt. Auch auf den Inseln gibt es z.B. TESCO.) So kauften wir eine große Rolle Tesa, hier die Gründe:

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  • Abkleben von Türspalten
  • Abkleben von Fensterspalten/Löchern im Netz
  • Zukleben von den Löchern in Waschbecken (Hallo Kakerlaken!….auch hilfreich wenn man Karton und Co Fetzen hat von irgendwoher, die verstecken sich gerne zwischen Rohr und Waschbecken)
  • Zukleben von Cornflakes Packungen und Co (Ameisenalarm!)
  • WICHTIG: Ich dachte nach der Reise, dass Panzertape (dieses graue, was man als Musiker benutzt) noch besser wäre. Er meinte aber, dass das zu stark wäre, da z.B. bei einem Hotel beim Abziehen nachher der Lack mitgekommen ist, bei dem starken Tape wäre es noch viel mehr gewesen. Außerdem ist es durchsichtig und keiner bemerkt, wenn man besagte Waschbeckenlöcher abklebt.

Es ist also gut, wenn man zu Hause eh so eine Rolle rumliegen hat, die mit einzupacken. Vielleicht sogar eine, die nicht mehr ganz so voll ist (ist ja auch schwer).

9. Jogginghose oder Jeans?

„Auf dem Flug willst du bequem sitzen, glaub mir“ sagte ich immer wieder zu ihm. Er nahm trotzdem die Jeans mit. Im Endeffekt doch die richtige Entscheidung, denn abends waren wir manchmal in gehobeneren Restaurants sowie ganz am Ende in einem tollen Hotel. Ist schon nochmal was anderes, dort in Jogginghose oder Jeans aufzutauchen :D Mehr als eine lange Hose braucht man nicht. Ich hatte eine Leggins dabei und war froh, nicht mehr schleppen zu müssen.

10. Haargel, spray- und schaum daheim lassen

Ich war nun ja schon 2x in Thailand und jedes Mal machte ich den Fehler, solche Produkte mitzunehmen. Keinen Tag dachte ich dann daran, mir etwas bei den Temperaturen in die Haare zu schmieren. Auch nicht abends. Die Haare dürfen sich auch ruhig mal erholen vom Meer (oder von daheim?) und außerdem trocknet der Wind sehr vorteilhaft hier (ich hatte plötzlich wunderschöne Beach Waves).

11. Ein bis zwei Accessoires

Dieses Mal habe ich keinen einzigen Schmuck mitgenommen. Oft habe ich mir aber gewünscht, wenigstens 1 Paar Ohrringe dabei gehabt zu haben. Es glamt einen einfach auf ;) . Ich dachte zuerst, ich habe somit mehr Spielraum, falls ich dort etwas finde, aber ich hatte irgendwie nicht so Lust, einzukaufen (ähnlich wie hier). Für meine Haare hatte ich einen schönen Haarreif dabei, der mir irgendwie ein gutes Gefühl gab, da es meine Persönlichkeit mehr ausdrückte. Meist hatte ich aber meine Haare einfach nur zusammen (den Haardonut dafür habe ich leider daheim vergessen).

12. Bücher daheim lassen

Ich kann mich noch erinnern, dass ich früher bei Kofferreisen in Europa ganze Brocken mitgenommen habe (diese typischen, dicken Fantasybücher). Obwohl ich Bücher liebe, würde ich keines mehr in den Urlaub mitnehmen, nicht bei einer Reise zu zweit. Es gibt einfach viel zu viel zu sehen und erleben. Und fürs Backpacking ist ein Buch einfach zu schwer oder wird vielleicht nass. Wir sind ein paar Mal Fähre gefahren und ich weiß wovon ich spreche :D … Sicher ist das aber sehr individuell, ich glaube wenn ich allein reisen würde, würde ich mir eventuell vor Ort ein Buch leihen/kaufen. Manche Unterkünfte haben auch von sich aus ein Bücherregal, wahrscheinlich würde mein Streben nach weniger Tragegewicht überwiegen.

13. Kissen von daheim

Obwohl ich ein super aufblasbares Nackenkissen hatte für den Flug – ich würde, statt soviel Kleidung, lieber noch ein kleines, richtiges Kissen mitnehmen. Wir haben eine Woche lang auf extrem hohen geschlafen, sodass der Nacken jedesmal abgeknickt ist und wir jeden Morgen kaum aufstehen konnten. Am Ende haben wir ohne Kissen geschlafen, weil es nicht auszuhalten war. Viele Unterkünfte haben diese Dinger, weil die Gäste dann besser TV schauen/lesen können und man eine gute Stütze hat. Zum Schlafen jedoch völlig ungeeignet. Bei meiner erste Reise hat mir meine Mum so eine Nackenrolle mitgegeben, die habe ich inzwischen nicht mehr und dachte auch nicht daran, so etwas mitzunehmen….ich habe mich 30 Tage lang danach gesehnt.

14. Regenjacke? Nicht unbedingt

Bildschirmfoto 2017-08-14 um 08.55.20.pngEs ist so: Wenn man nicht im Dschungel schläft, sondern in Bungalows und Co, vielleicht auch einen Roller hat, dann braucht man nicht unbedingt eine Regenjacke. Ich hatte für den Flug eine Laufjacke von H&M dabei, die auch etwas wasserabweisend ist und man sage ich mal im Frühling anziehen würde. Im Alltag hatte ich die nie dabei. Wir sind ein paar Mal vom Regen überrascht worden aber es ist dort so: Fängt es an, dann richtig! Es gibt keinen Grund und macht keinen Sinn, bei kurzem Regen zwanghaft irgendwo hinzuwollen. Man steht 10-15 min unter irgendwo und geht dann weiter. Deshalb habe ich weder Regenjacke noch diese Regenponchos gebraucht. Wäre mir auch viel zu umständlich gewesen – was danach machen mit der nassen Riesentüte/dem nassen Stoff wenn man unterwegs ist? Ist ja wie ein lästiger Regenschirm dann ;) Einmal haben wir solch einen übrigens ausgeliehen vom Hostel, als wir unbedingt in die Stadt fahren wollten bei Regen. Reist man eher zu Fuß und macht Wanderungen, wie ich es mir für das nächste Mal vorstellen könnte, sieht die Sache natürlich anders aus.

14.  Unterschiedliche Flip Flops

Ich hatte 3 dabei, weil 2 Neuanschaffungen waren und ich nicht wusste, ob ich lange darin laufen kann.

2 sind aber optimal, da immer ein Paar kaputt gehen kann (in Thailand gibt es nicht alle Größen) und man so auch variieren kann. Es kann gut sein, dass ein Paar gut für den Strand ist und die Dusche, jedoch für längere Strecken man sich Blasen läuft. Andere haben wiederrum unten einen besseren Halt fürs Laufen auf rutschigem Erd/Sand/Felsboden (oft bei steilen Strecken zum Strand hin). Hierfür würde ich sogar noch eher die richtigen Schuhe empfehlen (also die vom Flug), da man auch mal schnell umknicken kann und das im Urlaub ja nicht sein muss.

15. Tee mitnehmen!

Wenn man an Asien denkt, denkt man manchmal auch an Klischees. Alte Samurais mit grauen langen Bärten die auf dem Boden sitzen und sich Tee einschenken (An dieser Stelle: Danke Hollywood!).

Will man dann tatsächlich Tee, weil man krank wird, ist es nicht gerade so, dass man diese Leute dort kennt. Vor allem nicht, wenn man speziellen Tee will, wie z.B. Salbei oder Hustentee. Schwarztee kriegt man überall (in Beuteln), das ist sehr geläufig. Aber alles was darüber (und Wellness) hinausgeht ist für den normalen Urlauber schwer zu bekommen oder auch sehr schwer zu vermitteln.

Als ich krank war, ist er in die Apotheke und trotz meinem aufgemaltem Thailändisch („Entschuldigung, das ist nicht Thai!“) und englischer Übersetzung, wusste das Personal nicht, was gemeint war. Er hat dann einen Hustlaut gemacht, das versteht man auch international. Bekommen haben wir den schlimmste Tee meines Lebens. Andrographis paniculata. Genannt: „King of bitter“. Schmeckt nach Seetang und Rinde und Erde. Und so unglaublich bitter, dass es dir den Mund zusammenzieht. Hat was gebracht, dass muss man sagen. Aber wünschen tut man das niemand. Nein wirklich, ich habe im meinem Leben noch nie so etwas getrunken… Dann lieber 4 Beutel von daheim mitnehmen, wenn man nicht gerade eine Familie kennt, die daheim noch selbst Tee macht dort (machen die wenigsten in den Tourigegenden).

Gerade über die Teegeschichte habe ich schon vor der Reise nachgedacht und meine Gedanken waren „Als ob es in Asien keinen Tee gibt!“ … Vorsichtshalber und etwas belustigt habe ich jeweils einen Salbei und einen Fenchelteebeutel mitgenommen. Die waren schneller aufgebraucht als ich dachte. Es gibt also schon traditionellen Tee, natürlich auch immer nach der Massage, aber der ist ja eher für andere Geschichten und den hab ich nicht nachts in meiner Unterkunft, wenn ich total krank da liege :D Und bei Arzneitee ist es so: Will ich wirklich eine neue Packung davon dann wieder mit mir rumschleppen? Deswegen: entweder Leute kennen lernen, die einem guten Tee brühen ;) oder selbst ein paar Beutel mitnehmen.

16. Powerbank

Würde ich mir für die nächste Reise kaufen. Gerade wenn man mit dem Handy Fotos macht oder oft bei Trip Advisor reinschaut während man unterwegs ist – der Akku ist unglaublich schnell leer. Nur Vorsicht beim Flug: Zumindest von Thailand aus dürfen die Sachen nicht ins Handgepäck (Stand 2017).

17. Spielkarten nicht vergessen

In irgendeinem Thailand Forum habe ich gelesen, dass Spielkarten illegal seien. Man darf wohl nicht mehr als 1 Deck mitbringen und das öffentliche Spielen sei nicht erlaubt…. Wir haben bei 7 Eleven 2 Packungen für Romme geholt und wurden nicht verhaftet. Die Thais haben in einer Bar sogar alle gespielt (es war eine ganz normale Musikbar). Wie auch immer, Karten sind eine schöne Nebenbeschäftigung und man kann damit sicher auch connecten, oder man fragt einfach die Thais, ob man mitmachen darf bei ihrer Runde ;)

18. Mittlere Geldbeutelgröße

Ich hatte meinen großen dabei (mit all den Karten, der kam in den Safe) und einen Mini Geldbeutel. Leider war der einfach zu klein für die Währung, denn ständig bekam man viele Scheine. Meist lagen die dann in meiner Tasche rum, weil der Beutel aufging. Einfach von jemand einen mittelgroßen, alten Geldbeutel ausleihen. Mir fehlt dazu die Zeit, auch das würde ich nächstes Mal früher machen ;)

19. Sonnenbrillen Case…für was?

Auf beiden Reisen hatte ich jeweils ein Sonnenbrillen Case dabei. Keinmal habe ich es benutzt. Dazu muss man sagen, dass ich keine teuren Brillen besitze, dann ist das vielleicht was anderes. Natürlich möchte ich auch nicht, dass meine Sonnenbrille zerkratzt wird, gerade wenn man endlich eine schöne gefunden hat. Aber was in meiner Tasche, sollte das zerkratzen? Ich hatte sie ja sowieso immer auf. Für den Strand und den teilweise extrem steilen Rückweg zu Fuß wäre mir so ein Case viel zu schwer gewesen. Eines aus Stoff hätte ich sicher auch nie benutzt (keine Geduld ;) ). Nach wie vor würde ich also keines mitnehmen. Ist sicher etwas anderes, wenn man Gläser mit Stärke hat oder eine für 100 Euro. Aber ich persönlich brauche das nicht.

20. MEDIKAMENTE ! ! !

20170711_090648.jpgIch habe mich schon etwas gewundert, als unser kompletter Esstisch daheim voller Medikamente und Verbandszeug und Co volllag. „Brauchen wir wirklich das alles?“ dachte ich. Muss man ja auch schleppen.

Ja, braucht man.

Bei jeder Reise ist was anderes. Einmal rutscht man vom Felsen ab, einmal hat man irgendeinen Ausschlag, dann hat man 1 Woche lange Grippe wie ich dieses Mal (manchmal helfen aber nur Thai Medikamente habe ich festgestellt), einen Cut oder eine Schramme hat man immer, sei es im Meer oder sonst wo. Der Magen war dieses Mal extrem belastet vom Gefühl her, (gut, dass wir Hefetabletten dabei hatten), Reisetabletten gegen Übelkeit (NICHT VERGESSEN!) vor allem bei einer 3h Schnellboot Fahrt durchs Meer von einer Insel zur anderen…., Listen hierfür gibt es ja genug im Internet. Wichtig war mir aber, das hier nochmal zu erwähnen. Auf keinen Fall unterschätzen.

Sicher, es gibt in Thailand an jeder Ecke eine Apotheke. Aber will man wegen jedem bisschen da hinrennen? So günstig sind viele Sachen gar nicht, vor allem Cremes. Außerdem gibt es in D ja ganze Medi-Packs zu kaufen, die kann man dann auch daheim benutzen und sind auch noch geordnet in einer Tasche. Medis und Co sind hier klar eine teure Angelegenheit und man fragt sich oft, ob man nicht einfach was weglassen kann. Wird schon nichts passieren. Aber wie gesagt, es ist immer was, wenn man ein bisschen auf Abenteuer macht….

Ich würde in Zukunft also viel weniger mitnehmen (Kleidung!), in manche, wenige Dinge investieren (z.B. Unterwasserkamera) und an manchen Dingen nichts ändern im Vergleich zur 1. Reise ( – Medikamente). Ich hoffe, ich habe dir mit meinen Erfahrungen für deine eigene Packliste helfen können :)

Als nächstes folgt ein Beitrag über die vielen verschiedenen Unterkünften und wie ich dort mit Ordnung zurecht gekommen bin. Es war sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Aufbewahrungsmöglichkeiten waren. Nicht immer ist gleich viel Platz auch ein Garant für Ordnung. Das kennt man ja von den Riesenschränken daheim. Mehr dazu beim nächsten Mal ;)

6 Gedanken zu „20 Tipps für die perfekte Packliste -Thailand (oder sonstwo)

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